Xanten

Die meisten werden mit der Stadt Xanten die Heimat von Siegfried aus dem Nibelungenlied verbinden. Von größerer Bedeutung sind allerdings die Zeugnisse aus römischer Zeit in Xanten, die man im archäologischen Park bestaunen kann.
Die alte Stadt Xanten am Niederrhein ist aus einer römischen Garni¬son hervorgegangen. Um 15 v. Chr. gründeten die Römer auf dem Fürstenberg südlich der heutigen Stadt ihr »Castra Vetera«. Von hier zog Varus mit drei Legionen zur Schlacht im Teutoburger Wald. Im Jahr 100 n. Chr. gründete Kaiser Ulpius Traianus weiter nördlich die Bürgerstadt »Colonia Ulpia Traiana«. Das heutige Xanten entwickelte sich südlich über dem Grab des Märtyrers Viktor und seiner Gefähr¬ten. Im 8. Jh. bestand bereits ein Stift, um das sich eine Kaufmanns¬siedlung bildete. 1228 erhielt Xanten die Stadtrechte.
Sehenswertes in Xanten

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Der Dom St. Viktor am Markt, der um 1200 als romanische Anlage errichtet und ab 1263 durch einen gotischen Neubau ersetzt wurde, ist nächst dem Kölner Dom der bedeutendste gotische Kirchenbau am Niederrhein. Beachtenswert sind der Hochaltar aus dem 16. Jh. mit Reliquienbüsten und Schnitz¬arbeiten von Heinrich Douver- mann und Flügelgemälden von Barthel Bruyn d. Ä., ferner der Marienaltar von Douverman (um 1535), der aus Eichenholz gearbei¬tete Szenen des Marienlebens zeigt.
Südlich vom Dom befindet sich in der Kurfürstenstraße 7-9 das Re¬gionalmuseum. In seiner ständigen Ausstellung präsentiert das Mu¬seum neben der Geschichte des Xantener Raumes auch Exponate, die man bei archäologischen Grabungen fand: Waffen aus römischen Militärlagern, Geschirr, Schmuck und diverse Kunstwerke aus der römischen Zivilstadt.
Das Freizeitzentrum Xanten am Niederrhein bietet Gelegenheit zu Erholung und Wassersport: Die »Xantener Nordsee« ist ein ideales Segel- und Surfrevier, das Nibelungenbad bietet ein Wellenfreibecken und die Strandbadelandschaft »Xantener Südsee«.
Nördlich der Stadt, jenseits der Bundesstraße 57, liegt der Archäologische Park Xanten. Hier kann man auf dem Areal der Römersiedlung »Colonia Ulpia Traiana« Rekonstruktionen römischer Bauten sehen. Ein Rundweg innerhalb der Stadtmauer führt zu 30 Stationen, darunter ein Amphitheater, das Stadtbad, eine Jupitergigantensäule und ein Altar des Mars Cicollvis. Auf dem östlichen Gebiet der Römerstadt finden an verschiedenen Stellen Grabungen statt, bei denen der Besucher unmittelbaren Einblick in die Arbeit der Archäologen nehmen kann. Ein Ackerfeld mitten in der Stadt ist mit »römischem« Getreide wie Dinkel, Emmer, Einkorn, Weizen und Gerste bestellt; auch einen Backofen hat man nachgebaut. Im Informationszentrum gibt es ein Modell der Colonia Ulpia Traiana, dort kann sich der Be¬sucher über Grabungsmethoden und Auswertung der archäologi¬schen Untersuchungen informieren. In einer Dia-Multivisionsschau werden Themen wie »Bauen und Wohnen zur Römerzeit« darge¬stellt. In der Herberge am Hafentor genießt man römisches Wirts¬hausleben mit Speisen nach Rezepten von Marcus Gavius Apicius.
Umgebung von Xanten
Der staatlich anerkannte Erholungsort Kevelaer, südwestlich von Xanten gelegen, ist neben dem bayerischen Altötting der größte Wallfahrtsort Deutschlands. Die malerische Altstadt mit über 200 denkmalgeschützten Häusern wird beherrscht von der im neogoti-schen Stil erbauten dreischiffigen Marienbasilika mit 95 m hohem Kirchturm. Bedingt durch die Wallfahrten haben sich hier im Lauf der Zeit zahlreiche Werkstätten von Bronzegießern, Fahnenstickern, Gold- und Silberschmieden, Orgel- und Krippenbauern sowie Sei¬den- und Glasmalern niedergelassen und machten Kevelaer zur »Stadt des Kunsthandwerks«. Überregionale Bedeutung erlangte das »Niederrheinische Museum für Volkskunde« insbesondere für seine umfangreiche Spielzeugsammlung. Im Ortsteil Twisteden wurde mit dem »NiederRheinPark Plantaria« eine reizvolle Gartenlandschaft ge¬schaffen, in der Groß-Volieren einer Vogelwelt aus fünf Kontinenten Lebensraum bieten.

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Wolfenbüttel

Die von zwei Armen der Oker umflossene und von hübschen Wall¬anlagen umgebene alte Stadt war von 1308 bis 1753 Wohnsitz der Herzoge von Braunschweig. Sie bietet mit ihren Fachwerkgebäu¬den noch heute das unversehrte Bild einer kleinen Fürstenresidenz.
Keimzelle der Stadt war eine 1255 zerstörte Burg, an deren Stelle Herzog Heinrich Mirabilis 1283 ein Wasserschloss errichten ließ.

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Während Wolfenbüttels Zeit als Residenz war es eine Stadt der Wis¬senschaft und Künste. Herzog Heinrich Julius (1589-1613), der selbst Prosadramen schrieb, holte englische Komödianten, zugleich die ersten Berufsschauspieler in Deutschland, an seinen Hof. Herzog August (1635-1666) gründete die berühmte, nach ihm benannte Bibliothek, an der später Leibniz und Lessing wirkten.
Sehenswertes in Wolfenbüttel
Am Schlossplatz erhebt sich das vom Hausmannsturm überragte Schloss – eine im 16. Jh. entstandene Anlage, die im frühen 18. Jh. barock umgestaltet wurde in dem das Stadt- und Kreisheimat¬museum mit Sammlungen zur Wohnkultur untergebracht ist.
An der Nordseite des Platzes steht das ehemalige Zeughaus (1613— 1618), ein stattlicher Renaissancebau mit viergeschossigem Giebel, der heute Teile der Herzog-August-Bibliothek sowie ein Museum für Buchgeschichte beherbergt. Unweit westlich wohnte nach 1777 der Dichter Gotthold Ephraim Lessing und vollendete seinen »Nathan«. Heute birgt das Haus ein Literaturmuseum.
Hinter dem Lessinghaus liegt der Neubau der Herzog-August-Biblio¬thek (1882-1887); das alte Bibliotheksgebäude, in dem Leibniz und Lessing tätig waren, wurde 1887 abgerissen. Die Bibliothek besitzt rund 8000 Handschriften, u. a. das Reichenauer Evangeliar aus dem 10. Jh., das Evangeliar Heinrichs des Löwen aus dem 12. Jh. und den Sachsenspiegel aus dem 14. Jh. sowie 4000 Wiegendrucke und über 450 000 Bücher.
östlich vom Schlossplatz befindet sich der letzte Rest der alten Grachten, »Klein Venedig« genannt.
Das um 1600 errichtete Rathaus am östlich vom Schloss gelegenen Stadt¬markt ist ein schöner Fachwerkbau mit hölzernen Arkaden. Der unweit östlich gelegene Renaissancebau der Kanzlei war bis 1753 Sitz der Landesregierung, jetzt beherbergt er das Museum für Vor- und Frühgeschichte.
Südlich von hier, im Mittelpunkt der Stadt, erhebt sich die Marienkirche, 1607-1623 erbaut, eine eigenartige Verbindung von gotischer Anlage und Renaissanceformen, ein Hauptwerk des frühen Protestantismus in Deutsch¬land. Sehenswert sind der barocke Hochaltar (1618) mit Kreuzigungs¬gruppe, eine geschnitzte Kanzel von 1623 und Chorgestühl von 1625 sowie Grabsteine aus dem 16. Jh. Die Kirche diente als Fürstengruft.
Umgebung von Wolfenbüttel
Westlich von Wolfenbüttel dehnt sich das Stadtgebiet von Salzgitter aus. Das über 210 km2 große Industriegebiet entstand 1942 durch den Zusammenschluss von 29 Dörfern. Im Stadtteil Salzgitter-Bad gibt es ein Thermalsolbad, die Irenen-Heilquelle und ein Solewellen¬bad. Außerdem steht hier eine Wehrkirche von 1481 und das Tillyhaus, in dem sich nach 1626 der berühmte Feldherr des Drei¬ßigjährigen Kriegs einquartierte. In Salzgitter-Salder entstand 1600 ein Schloss mit barocker Ausstattung, in dem heute ein Heimatmuseum untergebracht ist. Salzgitter-Lich- tenberg wird von der Ruine einer 1552 zerstörten Burg Heinrichs des Löwen überragt. Die Wasserburg in Gebhardshagen ist mittelalterli¬chen Ursprungs, wurde allerdings mehrfach umgebaut und gehört heute zu einem landwirtschaftlichen Betrieb. Das schon im 10. Jh. gegründete adlige Damenstift in Salz- gitter-Steterburg besitzt eine sehenswerte spätbarocke Kirche. In Flachstöckheim ist ein englischer Park mit einem schönen Gutshof aus dem 18. Jh. sehenswert. Die Klosterkirche in Ringelheim mit ih¬rem kostbaren ottonischen Kruzifix lohnt ebenfalls einen Besuch.

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Siegen • Siegerland

Siegen, das lange Zeit eine der Residenzen des Hauses Nassau-Ora- nien war, liegt hübsch zu beiden Seiten der Sieg, einem rechten Nebenfluss des Rheins. Südwestlich der Stadt schließt sich das Sie¬gerland an, ein bis zu 800 m hohes kuppiges Bergland, von Wäldern bedeckt. Vielerorts finden sich noch Relikte des über zweitausend¬jährigen Bergbaus, der erst 1962 endgültig eingestellt wurde.

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Sehenswertes in Siegen
Die Altstadt steigt an einem Hügel über dem linken Ufer der Sieg an. Das Untere Schloss, eine große dreiflügelige Barockanlage, wurde 1695-1720 als Residenz der Fürsten von Nassau-Siegen errichtet. Unmittelbar westlich des Schlosses liegt auf dem Sporn des Siegber¬ges die Martinikirche, der älteste Sakralbau in Siegen. Ein Fußbo¬denmosaik im nördlichen Seiten¬schiff geht auf das 10. Jh. zurück.
Zum Bummeln lädt die Alte Post¬straße ein, eine von drei Fußgän¬gerzonen in der Innenstadt. Der Hirtenbrunnen, ein Figurenensem¬ble des Siegerländer Künstlers Wolfgang Kreutter, erinnert an frühere »Hudegemeinschaften« in¬nerhalb der Siegener Stadtmauern.
Nördlich der Fußgängerzone liegt im historischen Zentrum der Markt mit dem Rathaus und der im 13. Jh. über einem sechseckigen Grundriss erbauten Nikolaikirche, ehemals Stadtkirche und Gruft¬kapelle der Grafen von Nassau-Siegen. Kostbarster Besitz ist eine von peruanischen Silberschmieden gefertigte Taufschale aus dem 17. Jh.
Vom Markt führt die Burggasse zum Oberen Schloss hinauf, das auf eine Höhenburg des 13. Jh.s zurückgeht. Hier hatten die katholi- sehen Grafen des Hauses Nassau-Oranien ihren Sitz. Heute beher¬bergt das Obere Schloss die Sammlungen des Siegerland-Museums.
Eine besondere Attraktion ist der Rubenssaal, in dem acht Gemälde des in Siegen geborenen Malers zu sehen sind.
Am 16. Dezember 1944 wurde das Zentrum von Siegen durch einen Bombenangriff nahezu vollständig zerstört. Dort, wo einst die Zünfte der Fleischer (Obere Metzgergasse) und Lohgerber gelebt hatten, blieben einige schiefergedeckte Fachwerkhäuser erhalten. Sorgfältig restauriert, sind sie heute als geschlossenes Gebäudeensemble ein be¬sonders anziehender Punkt der Siegener Altstadt.
Im alten Siegener Telegrafenamt zeigt das noch junge Museum für Gegenwartskunst den »Dialog der Medien«. Sammelschwerpunkt ist die Kunst der Sechzigerjahre, darunter Werke von Joseph Beuys.
Durch ein prachtvolles Stollenportal mit reichem Ornamentschmuck betritt man im Stadtteil Eiserfeld den Reinhold-Forster-Erbstollen, eine Anfang des 19. Jh.s erschlossene Eisengrube; benannt wurde der Stollen nach dem 1729 geborenen Naturforscher Reinhold Förster.
Umgebung von Siegen
Etwa 15 km nordwestlich der Stadt liegt die ehemalige Bergmanns¬siedlung Freudenberg, geprägt von vielen schönen Fachwerkhäusern. Im »Alten Flecken« befindet sich das Stadtmuseum.
Bad Berleburg wird als Kneippheilbad und Wintersportort besucht. Aus der Zeit, als die Grafen von Sayn-Wittgenstein-Berleburg hier ihre Residenz hatten, stammt das mächtige Renaissanceschloss, in dem heute ein Museum mit heimatgeschichtlicher Sammlung, Rüstungen und Uniformen untergebracht ist. Im Stadtteil Arfeld gibt es ein Schmiedemuseum, im Stadtteil Girkhausen eine alte Drechslerwerk¬statt und in Raumland ein Schiefer-Schaubergwerk.

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Schwerin 2

Hinter der Fassade im Stil der Tu- dorgotik verbergen sich vier Fach¬werkgiebelhäuser aus dem 17. Jahr¬hundert. Für den markanten Bau an der Nordseite des Platzes mit seiner mächtigen Säulenhalle,
1783-1785 als Markthalle errichtet, hat sich der Name »Neues Gebäu¬de« eingebürgert. Hinter dem Rat¬haus (Durchgang) liegt der Schlachtermarkt, auf dem heute wieder Markt gehalten wird. Im Haus Nr. 5 befindet sich die Ge¬denkstätte der jüdischen Landesgemeinde; im Hof des Hauses stand die 1938 zerstörte Synagoge.

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Zu den herausragenden Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt der goti- sehe Dom St. Maria und St. Johannes (1280-um 1420), einer der schönsten Bauten der norddeutschen Backsteingotik. Bedeutende Ausstattungsstücke der Bischofskirche sind der gotische Kreuzaltar (um 1440), zwei in Flandern gefertigte Grabplatten aus Messing (14. Jh.), die herzoglichen Renaissancegrabmäler im Chor (16. Jh.) und das gotische Taufbecken.
Vom Dom ist es nicht weit zum Pfaffenteich, dem idyllischen Bin¬nensee im Nordwesten der Altstadt. Bis heute ist das Erscheinungs¬bild dieses Stadtteils von Wohnhäusern aus dem 19. Jh. geprägt. Der kastellartige, lang gestreckte Bau des Arsenals am Südufer des Pfaf¬fenteichs wurde 1840-1844 als Waffenlager und Kaserne erbaut.
Die Puschkinstraße mündet in den hübschen Schelfmarkt mit baro¬cker Pfarrkirche und Neustädtischem Rathaus. Die Schelfstadt wurde erst 1832 mit der Schweriner Altstadt vereinigt.
Das Viertel südlich der Schelfstadt um den Großen Moor ist eines der ältesten der Stadt. Im Fachwerkgebäude Nr. 38 informiert das Historische Museum Schwerin über die Kultur- und Stadtgeschichte.
Umgebung von Schwerin
Der 21 km lange und bis 5 km breite Schweriner See ist mit rund 65 km2 nach der Müritz das zweitgrößte Gewässer in Mecklenburg- Vorpommern und für die Bewohner von Schwerin ein Naherho¬lungsgebiet mit vielfältigen Freizeitmöglichkeiten. Fahrgastschiffe der Weißen Flotte verbinden Schwerin mit den eingemeindeten Dörfern Zippendorf und Mueß am Südufer des Sees (Anlegestelle zwi¬schen Schlossinsel und Marstall). Der 1842 aufgeschüttete Pauls¬damm durchzieht den Schweriner See und trennt den Schweriner Binnensee vom Außensee. Über den Paulsdamm führt die B104 nach Güstrow und Neubrandenburg. Im Schweriner Binnensee lie¬gen zwei größere Inseln: der unter Naturschutz stehende Kaninchen¬werder (0,5 km2; Aussichtsturm) und der Ziegelwerder (0,4 km2). Unter den Inseln des Außensees ist die schmale, 2 km lange Lieps die größte.
Am Grünhausgarten, im Ostteil des Schlossparks, beginnt der ausge¬sprochen schöne Wanderweg, der am südlichen Ufer des Schweriner Sees entlangführt.
Nicht nur die ländliche Architektur des 17./18. Jh.s – dazu gehören u. a. ein Hallenhaus und ein Spritzenhaus), sondern auch die Ar- beits- und Lebensweise der mecklenburgischen Bevölkerung werden im Freilichtmuseum im Schweriner Stadtteil Mueß recht anschaulich vermittelt.
In Raben-Steinfeld gab es im 19. Jh. ein herzogliches Gestüt, von dem Marstall und Wärterhäuschen erhalten sind. An der Brücke über die Stör, direkt bei der B 321, wurde eine Gedenkstätte errichtet, die an den zehntägigen Todesmarsch der KZ-Häftlinge aus dem La-ger Sachsenhausen erinnert.
Gadebusch, 24 km nordwestlich von Schwerin, besitzt mit der spät- romanischen Pfarrkirche (12.-15. Jh.) eine der frühesten Backstein¬hallenkirchen in Mecklenburg. Von dem ehemaligen Renaissance¬schloss der mecklenburgischen Herzoge (1571) steht noch das mit Terrakottareliefs verzierte Hauptgebäude. Das gotische Rathaus (1340) hat an der Marktseite eine Gerichtslaube (1618).
In Vietlübbe steht eine der ältesten und schönsten Dorfkirchen Mecklenburgs, ein spätromanischer Backsteinbau (um 1300) mit zeittypischer Bauornamentik.

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Schwerin

In Schwerin dreht sich buchstäblich alles ums Wasser. Zehn Seen breiten sich direkt vor den Toren der Stadt bzw. innerhalb des Stadtgebiets aus, und auch das Zentrum ist von Gewässern umge¬ben. Diese herrliche Lage inmitten einer idyllischen Seenlandschaft und auch ihre hübsch renovierte Altstadt mit dem herzoglichen Schloss sind die Pluspunkte der Landeshauptstadt.

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Bereits in slawischer Zeit stand auf der Schlossinsel eine Burg, von der im Jahr 1018 erstmals berichtet wird. Nach der Niederwerfung der Obotriten im Jahre 1160 gründete der Sachsenherzog Heinrich der Löwe neben der Insel eine Siedlung und erhob sie zur Stadt – nach Lübeck die zweite deutsche Stadtgründung östlich der Elbe. Mit der Erhebung zum Bischofssitz (1167) und der Gründung der Grafschaft Schwerin (1358) begann Schwerins Aufstieg zum kulturel¬len und politischen Mittelpunkt Mecklenburgs. Bis auf die Jahre zwi¬schen 1756 und 1837, als die Herzoge nach Ludwigslust auswichen, residierte der mecklenburgische Hof in Schwerin. Nachdem Gro߬herzog Paul Friedrich in der zweiten Hälfte des 19. Jh.s seine Resi¬denz wieder nach Schwerin verlegt hatte, erhielt die Stadt unter Hof¬architekt Gustav Adolf Demmler zahlreiche Repräsentationsbauten.
Sehenswertes in Schwerin
Das Wahrzeichen von Schwerin und zugleich das bedeutendste Bau¬denkmal aus dem 19. Jh. in Mecklenburg-Vorpommern ist die ehe¬malige Residenz der mecklenburgischen Herzoge. Sein heutiges Er¬scheinungsbild erhielt der Schlossbau 1843-1857 nach dem Vorbild des französischen Schlosses Chambord bei Orleans. Die malerische Lage auf der kleinen Insel sowie die vielen Türme und Giebel verlei¬hen dem Schlossbau ein geradezu märchenhaftes Aussehen. Nach umfassender Renovierung sind die Prunkräume in der Beletage und in der Festetage wieder hergestellt (Öffnungszeiten: Mitte April bis Mitte Okt. Di. bis So. 10.00-18.00, sonst bis 17.00 Uhr). Besonders eindrucksvoll wegen der herrlichen Intarsienböden aus Edelholzfur¬nieren und des überreichen, zum Teil vergoldeten Stucks sind die Ahnengalerie und der Thronsaal. In den ehemaligen herzoglichen Kinderzimmern ist heute die Dauerausstellung »Europäische Porzel¬lane und höfische Malerei« untergebracht.
Vom Burggarten mit seinem alten Baumbestand führt eine Brücke hinüber in den Schlossgarten, der 1748-1756 als barocker Park mit Kreuzkanal und Arkaden angelegt wurde. Den Kanal säumen 14 Sandsteinplastiken (allerdings Kopien) aus der Werkstatt von Bal-thasar Permoser. Das Reiterstandbild von Großherzog Friedrich Franz II., dem Bauherrn der Residenz, wurde 1883 hier aufgestellt.
Von der höchsten Stelle des Schiossgartens bietet sich ein herrlicher Blick auf das Schloss. Die alte Schleifmühle aus dem 18. Jh. am Süd¬ostrand der Anlage wurde zu Vorführzwecken wieder in Betrieb genommen.
Zum Schlossgarten gehörte ursprünglich auch der »Alte Garten«, heute ein weitläufiger, von repräsentativen Bauten gerahmter Platz.
Das spätklassizistische Gebäude mit der ausladenden Freitreppe, 1882 vollendet, ist heute Sitz des Staatlichen Museums. Die von Her- zog Christian Ludwig II. begründete Kunstsammlung umfasst Tau¬sende von Gemälden, Grafiken und Zeichnungen, mittelalterliche Plastik aus Mecklenburg und Kunsthandwerk.
Links neben dem Museum steht das nicht weniger repräsentative, mit einer Portikusfassade geschmückte Mecklenburgische Staatsthea¬ter (1883-1886).
Der zweigeschossige Fachwerkbau etwas weiter links, das Alte Palais (1799), war einst Witwensitz der Mecklenburger.
Das gegenüber liegende Kollegiengebäude (1883-1886) ist eines der vielen Bauwerke, die Hofbaumeister Georg Adolph Demmier in gebäude Schwerin entwarf. Die auf dem Gelände eines Klosters errichtete Dreiflügelanlage ist mit dem benachbarten Regierungsgebäude (Nr. 4-8; 1890 erbaut) verbunden.
In der Altstadt von Schwerin sind – bedingt durch mehrere Stadt¬brände im 17. Jh. – zwar kaum Gebäude aus dem Mittelalter, aber noch viele Wohnhäuser und Adelspalais aus dem 18. und 19. Jh. er¬halten, beispielsweise in der Puschkinstraße das Brandensteinsche Palais (Nr. 13) und das 1776 erbaute Neustädtische Palais (Nr. 19-21), eine zweigeschossige Dreiflügelanlage, die 1878 im Neo¬renaissancestil umgebaut wurde.
Durch die autofreie Schloss- bzw. Puschkinstraße geht es hinauf ins Herz der Schweriner Altstadt, zum Marktplatz, den hübsch reno¬vierte Bürgerhäuser einfassen. Die ältesten Teile des Rathauses stam¬men aus dem 14. Jahrhundert.

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DER DEUTSCHEN LIEBSTE TORTE

Obstgarten des Reiches hat man den Südwesten Deutschlands vor 100 Jahren genannt. Das Klima und der fruchtbare Boden lassen Himbeeren, Brombeeren, Mirabellen, Birnen, Zwetschgen, Aprikosen und natürlich Kirschen gedeihen. Aus all diesen Früchten stellt man Obstbrände her, doch der Kirsch – das berühmte Schwarzwälder Kirschwasser – ist mengenmäßig die Nummer eins.

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Nur wenn es im Schwarzwald herge¬stellt ist, darf es sich »Echt Schwarz¬wälder Kirschwasser« nennen. Wer es richtig genießen möchte, trinkt es nicht eiskalt – das feine Aroma geht dabei verloren! Es eignet sich auch zum Mixen von Getränken, als Zusatz zu Fruchtsalaten, Eis oder für Kirsch-wassersalami, zu Gebäck, zu Kuchen und Torten – und natürlich ist das Wässerchen wichtigste Zutat zur ech¬ten Schwarzwälder Kirschtorte.
Erfunden in Bad Godesberg
Die Schwarzwälder Kirschtorte wurde allerdings gar nicht im Schwarzwald erfunden, sondern in Bad Godesberg. Ihr Schöpfer hieß Josef Keller, der 1981 im Alter von 94 Jahren in Radolfzell am Bodensee gestorben ist. Über die Entstehung der beliebtes¬ten Torte Deutschlands weiß man erst seit 1982 Bescheid – dank jahrelanger Recherchen eines Schweizer Journalis¬ten. Josef Keller arbeitete 1915 vor seiner Meisterprüfung im damaligen Prominentencafe Agner in Bad Go¬desberg, wo man Schlagsahne mit Kirschen servierte. Er kam nun auf die Idee, einen Mürbeteigboden da¬runter zu schieben und die Sahne mit Kirschwasser zu aromatisieren. Anlass hierzu waren die Studenten aus Bonn, die immer unvorhergesehen und in großer Zahl das Cafe Agner aufsuch¬ten, um nach gewaltigen Mengen süßer Sachen zu verlangen. Im Bad Godesberg von heute findet man allerdings keinen Hinweis auf die erste Schwarzwälder Kirschtorte, und das Cafe Agner besteht seit Ende der 60er- Jahre nicht mehr. Keller aber arbeitete nach seiner Meisterprüfung 1919 an der von ihm kreierten Komposition in Radolfzell weiter. Ende 1927 schrieb er zum ersten Mal ein Rezept seiner »Schwarzwälder Kirschtorte« auf.
So geht’s
Wer sie einmal selbst hersteilen möchte, benötigt dafür 100 g Butter, 100 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezu¬cker, 4 Eier, 75 g Mandeln, 100 g Schokolade, 50 g Mehl, 50 g Mon¬damin, 2 gestrichene Teelöffel Back¬pulver sowie für die Füllung 6-7 Löffel Kirschwasser, 500 g saure Kirschen, 50 g Johannisbeer- oder Himbeermar- melade und 0,51 Schlagsahne. Gar¬niert wird die Kalorienbombe mit geraspelter Schokolade und Kirschen. Die einzelnen Rezepte für die Kirsch¬torte variieren natürlich. Wichtig ist aber grundsätzlich das Schwarzwälder Kirschwasser, das der Torte das be¬sondere Aroma verleiht. Die Bundes¬fachschule für das Konditorenhand¬werk in Wolfenbüttel schreibt vor, dass das Kirschwasser in der verar¬beiteten Sahne »geschmacklich deut¬lich wahrzunehmen« sei. Und das Kirschwasser ist denn auch das Ein¬zige, was die Kirschtorte mit dem Schwarzwald gemeinsam hat. Das soll uns aber auf keinen Fall den Appetit verderben!

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Saarbrücken • Saarland 2

Unterwegs im Saarland
Man kann das Saarland zu Fuß erkunden: Ein etwa 300 km langer Rundwanderweg erschließt das Gebiet. Oder aber per Schiff: Von der Anlegestelle am Staatstheater in Saarbrücken werden regelmäßig Ausflugsfahrten unternommen.
Die 1873 gegründete Völklinger Hütte, 10 km westlich von Saarbrü¬cken, wurde als einzigartiges Zeugnis der Technikgeschichte und In-dustriekultur des 19. und frühen 20. Jh.s von der UNESCO 1994 zum Weltkulturerbe erklärt. Die 1873 gegründete Eisenhütte war bis 1986 in Betrieb und steht seitdem unter Denkmalschutz. Spannend erzählt im »Science Center Ferrodrom« lässt sich hier der komplette Prozess der Roheisenerzeugung nachvollziehen. Kernstück der Anla¬ge sind die zwischen 1882 und 1916 errichteten sechs Hochöfen. Führungen werden für Gruppen angeboten (März bis Nov. tgl. 10.00 bis 19.00 Uhr).

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Die nach Plänen von Vauban sternförmig angelegte Festung in Saarlouis ist noch teilweise erhalten; in den restaurierten Gewölben der Kasematten kann man heute in verschiedenen Restaurants spei¬sen. Prächtige Wandteppiche und Barockmöbel sind im Rathaus am Großen Markt zu besichtigen.
Weiter der Saar folgend, erreicht man nach 26 km das Städtchen Mettlach. In der ehemaligen Benediktinerabtei St. Peter hat heute Villeroy & Boch seinen Sitz. Im Hauptgebäude des Unternehmens erlauben die »Keravision« und das Keramikmuseum einen Blick hin-ter die Kulissen der traditionsreichen Keramikfirma. Im Park der einstigen Abtei steht der sog. Alte Turm, ein achteckiger Zentralbau aus dem 10. Jh.; interessant ist ferner ein Besuch im Schloss Ziegel¬berg, der 1878 erbauten Villa von Edmund von Boch.
Wald umgibt die große Saarschleife, wenige Kilometer westlich von Mettlach bei Orscholz. Den besten Blick über die Flusswindung hat man vom Aussichtspunkt Cloef oder der Burgruine Montclair.
Nach weiteren 20 km Fahrt entlang der Saar erreicht man – bereits in Rheinland-Pfalz – Saarburg, das Zentrum des Saarweinhandels.
Mitten in dem Städtchen bildet der Leukbach, der hier in die Saar mündet, einen 20 m hohen Wasserfall. Von einer Burgruine aus dem 10. Jh. oberhalb von Saarburg bietet sich ein schöner Ausblick.
Das waldreiche St. Wendeier Land mit zwei Seen und 400-600 m ho- hen Hügelketten gehört zum Naturpark Saar-Hunsrück. St. Wendel selbst wird von der spätgotischen Pfarr- und Wallfahrtskirche be- herrscht. Sie bewahrt die Gebeine des 617 verstorbenen Wander¬mönches und Stadtpatrons, des hl. Wendalinus. Zu den besonderen Kunstschätzen der Kirche gehören eine Grablegungsgruppe vom En¬de des 15. Jh.s sowie die Mitte des 15. Jh.s geschaffene achteckige Steinkanzel.
Ebenso wie Völklingen war Neunkirchen, das knapp 20 km nordöst- lieh von Saarbrücken liegt, einer der wichtigsten Hüttenstandorte des Saarlandes mit einem großem Eisen- und Stahlwerk, das bis 1982 in Betrieb war. Daran erinnert noch der Neunkircher Hüttenweg, der durch die allerdings nicht vollständig erhaltenen Werksanlagen führt.
In Neunkirchens Nachbarortschaft Bexbach dokumentiert das Saar¬ländische Bergbaumuseum mit Besucherbergwerk eindrucksvoll zwei Jahrhunderte Grubengeschichte.
Südöstlich an Bexbach grenzt Homburg. Hier sind die größten von Menschenhand geschaffenen Buntsandsteinhöhlen Europas zu be-
sichtigen. Die Schlossberghöhlen wurden vorrangig zu Verteidi- gungszwecken zwischen dem 11. und 17. Jh. in mehreren Stockwer¬ken über viele Kilometer in das Gestein gegraben. Der gelbrote, quarzhaltige Sandstein diente daneben zur Glasherstellung. Auf einer Strecke von etwa 2 km kann man die Schlossberghöhlen begehen (das ganze Jahr über beträgt die Temperatur hier 10°C).
Einige rekonstruierte Häuser und ein Museum in der Freilichtanlage Schwarzenacker vermitteln ein imposantes Bild einer einst mächtigen Römerstadt, die hier 275 n. Chr. von den Alemannen zerstört wurde.
In dem 23 km östlich von Saarbrücken gelegenen Kneippkurort Blieskastel haben sich prächtige Renaissance- und Barockbauten er¬halten: die 1665-1670 entstandene Orangerie, das Rathaus (1773 bis 1775) und die Schlosskirche von 1776-1778, die bereits klassizisti¬sche Anklänge zeigt.
Der Europäische Kulturpark Blies- bruck-Reinheim, ca. 25 km südöst¬lich von Saarbrücken, ist ein deutsch-französisches Gemeinschafts¬projekt. Zu sehen sind u. a. ein keltisches Fürstengrab sowie die »Vil¬la Rustica« und gut erhaltene Thermen aus römischer Zeit.

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Saarbrücken • Saarland

Saarbrücken, im waldumrahmten Tal der Saar inmitten des Saar¬kohlebeckens gelegen, ist die Hauptstadt des Saarlands und wirt¬schaftlicher sowie kultureller Mittelpunkt dieser Region. Die Stadt ist Sitz einer Universität und einer Musikhochschule. Als Messe- und Tagungsort hat der Ort an der deutsch-französischen Grenze gleichfalls Bedeutung.
Ursprung Saarbrückens war eine keltische Siedlung. Nach der Erobe¬rung Galliens errichteten hier die Römer eine Steinbrücke über die Saar und sicherten sie durch ein Kastell. Im frühen Mittelalter ent¬stand der fränkische Königshof »Sarabrucca«. Ihre Blütezeit als Re¬sidenz der Grafen und späteren Fürsten von Nassau-Saarbrücken erlebte die Stadt im 18. Jh. unter Fürst Heinrich (1741-1788), des¬sen Hofbaumeister Friedrich Joa¬chim Stengel mehrere repräsentati¬ve Barockbauten erstellte. Eisenerz- und Kohlevorkommen machten Stadt und Umland im 19. und 20. Jh. zum bedeutenden Wirt¬schaftszentrum, auf das nach dem 2. Weltkrieg Frankreich Anspruch erhob. 1947-1956 war das Saar¬land ein halbautonomer Staat, der in Zollunion mit Frankreich ver¬bunden war. Die Stahlkrise in den 1980er-Jahren hat zur Schließung der Hüttenanlagen in Völklingen und Neunkirchen geführt, auch die meisten Zechen im Saarland sind inzwischen stillgelegt. Anfang des 20. Jh.s schlossen sich das westlich der Saar gelegene Alt-Saarbrücken, die Siedlung St. Johann östlich der Saar sowie das außerhalb des heu¬tigen Stadtkerns gelegene Malstatt-Burbach zusammen.
Sehenswertes in Saarbrücken
Der St. Johanner Markt mit barockem Marktbrunnen und gesäumt von restaurierten Barockbauten bildet das Zentrum einer hübschen Fußgängerzone.
Vom St. Johanner Markt sind es nur wenige Schritte bis zum Rat¬haus, das 1897-1900 nach Plänen von Georg J. Hauberisser entstand, der auch das Münchener Rathaus entwarf. Unweit südlich ragt der Zwiebelturm der zwischen 1754 und 1758 von Friedrich Joachim Stengel errichteten Basilika St. Johann auf. Die während der Franzö¬sischen Revolution großenteils zerstörte Innenausstattung wurde im 19. und 20. Jh. mehrmals erneuert.
Die Sammlungen des Saarland-Museums verteilen sich auf zwei Ge¬bäude: Die Moderne Galerie an der Bismarckstraße besitzt eine in-ternationale Sammlung von bedeutenden Werken des 20. Jh.s (Sam¬melschwerpunkte sind Impressionismus, Expressionismus, Kubis¬mus, Neue Sachlichkeit, Surrealismus, Informel sowie Foto- Videokunst). Die Alte Sammlung, untergebracht in der ehemaligen Schillerschule (Karlstraße 1), präsentiert u. a. Regionalgeschichte, mittelalterliche Skulpturen, ein Porzellan- und Silberkabinett sowie eine Gemäldegalerie mit Landschaftsmalerei und Stillleben.
Vorbei am 1938 erbauten Staatstheater überquert man die Saar auf der Alten Brücke, der ersten Verbindung zwischen Saarbrücken und St. Johann, deren älteste Bauteile von einem 1546-1549 errichteten Vorgängermodell stammen.
Den Mittelpunkt von Alt-Saarbrücken bildet der Schlossplatz mit sei¬nen prächtigen Barockbauten. Als gelungene Kombination von Ba¬rock, Klassizismus und Moderne präsentiert sich das Schloss. Im Mittelalter stand hier, errichtet auf den Fundamenten der »Burg Sa- rabrucca«, eine wehrhafte Burg, dann eine weitläufige Renaissancere¬sidenz und schließlich ein von Stengel errichtetes Barockschloss. Der vom Freiherrn von Knigge als »eine der schönsten Fürstenwohnun¬gen in Teutschland« bezeichnete Bau brannte 1793 aus und wurde im 19. Jh. neu errichtet. Ein gläserner Mittelpavillon verbindet die beiden Flügel des heute als Kulturzentrum genutzten Schlosses. Vom Schlossgarten bietet sich ein schöner Blick auf Saarbrücken.
Im Alten Rathaus gegenüber dem Schloss bringt das Aben¬teuermuseum dem Besucher fremde Kulturen und Völker auf ab¬wechslungsreiche Weise näher. Das Alte Rathaus wurde ebenso wie das benachbarte Erbprinzenpalais von dem Barockbaumeister Fried¬rich Joachim Stengel errichtet. In einem neobarocken Bau präsentiert sich das Museum für Vor- und Frühgeschichte als »archäologisches Schaufenster des Saarlandes«. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das berühmte keltische Fürstinnengrab von Reinheim (um 400 v. Chr.).
Die Glas-Stahl-Konstruktion neben dem Südflügel des Schlosses be¬herbergt das Historische Museum Saar. Etwas unterhalb steht die spätgotische Schlosskirche (1956-1958 wieder errichtet; Glasgemälde von G. Meistermann; Fürstengräber).
Nordwestlich vom Schloss liegt der von prächtigen Palais gesäumte Ludwigsplatz, in dessen Zentrum die gleichnamige Kirche aufragt. Das 1775 fertig gestellte Barockensemblc gilt als Meisterwerk des fürstlichen Baumeisters Stengel.
In dem 3 km südwestlich gelegenen Stadtteil St. Arnual steht die gleichnamige ehemalige Stiftskirche aus dem 13./14. Jh., seit dem 15. Jh. Grablege des Hauses Nassau-Saarbrücken.
Im Südwesten von Saarbrücken wurde auf den einstigen Festungsan¬lagen des Westwalls 1960 der Deutsch-Französische Garten angelegt. Ein Rosengarten, das Tal der Blumen, eine Wasserorgel und vieles mehr laden zum Flanieren ein. Von dem Parkgelände aus hat man Zugang zur »Gulliver-Welt« mit maßstabgetreuen Nachbauten be¬rühmter Bauwerke.

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Rottweil

Die älteste Stadt Baden-Württembergs und ehemalige Freie Reichs¬stadt breitet sich über dem oberen Neckartal aus. Schon von wei¬tem sieht man die mächtigen Türme der Stadt, deren alter, maleri¬scher Kern die Besucher anzieht, besonders zur Fasnet, wenn die Hästräger der Rottweiler Narrenzunft zum Narrensprung antreten.
Im Jahr 73 n. Chr. gründeten die Römer hier ihren Militärstützpunkt Arae Flaviae, in dessen Umkreis bald eine Siedlung wuchs. Zur Zeit der Stauferkaiser entstanden die ersten Gebäude des heutigen Stadt¬kerns. 1463 verbündete sich Rottweil mit der Schweizer Eidgenossen¬schaft; 1802 schlug man die Stadt dem Königreich Württemberg zu.
Sehenswertes in Rottweil
Wichtigster Sakralbau der Stadt ist das Heilig-Kreuz-Münster, eine ursprünglich spätromanische, auf das 13. Jh. zurückgehende Pfeiler-basilika, die im 15. Jh. spätgotisch umgestaltet wurde. Als kunsthisto¬rischer Schatz von Rang gelten das große Kruzifix, das wohl der be¬rühmte Veit Stoß geschaffen hat, sowie der prächtige Apostelaltar von Cord Bogentrik.
Die steile Hauptstraße mit ihren malerischen alten Häusern ist die »gute Stube« von Rottweil. Sie wird beherrscht vom mächtigen, im 13. Jh. aus staufischen Buckelquadern errichteten Schwarzen Tor. Ein weiteres beachtliches Bauwerk, das Alte Rathaus, besitzt eine spätgo¬tische Schauseite und einen kostbar ausgestatteten Ratssaal. Das Stadtmuseum gegenüber illustriert u. a. auch die Geschichte der Rottweiler Fasnetsmasken und -kostüme.
Nordöstlich unterhalb des Münsters steht die Kirche des ehemaligen Dominikanerklosters (ab 1266), seit dem »Wunder der Augenwende« Wallfahrtsziel: 1643 soll die Marienstatue des Rosenkranzaltars ge¬weint haben. Im benachbarten modernen Gebäude zeigt das Domi¬nikanermuseum als Glanzstück seiner römischen Abteilung ein im 2. Jh. n. Chr. entstandenes Orpheus-Mosaik. Außerdem besitzt das Museum eine hervorragende Sammlung spätgotischer Bildwerke – darunter Arbeiten so berühmter Meister wie Hans Multscher, Michel Erhärt und Jörg Syrlin.
Das hohe Niveau der Rottweiler Steinmetzkunst des 14.-18. Jh.s wird in der 1580 als Friedhofskapelle erbauten Lorenzkapelle deut¬lich, die heute als Museum für Steinmetzkunst fungiert.
Ein markanter Sakralbau im Südosten ist die ursprünglich gotische Kapellenkirche, die 1727 barockisiert und von Joseph Firtmair ausge¬malt wurde. Ihr 70 m hoher Turm gehört mit seinem figürlichen Schmuck zu den schönsten gotischen Bauzeugnissen seiner Art.
Südöstlich außerhalb des Stadtkerns hat man die Reste einer vermut- lieh unter Kaiser Trajan errichteten Thermenanlage der Römersied¬lung freigelegt, eine der größten ihrer Art in Süddeutschland.
Umgebung von Rottweil
In der Saline Wilhelmshall, im Primtal etwa 2 km südöstlich des Stadtzentrums gelegen, wurde 1824-1969 Salz gewonnen. Im »Unte¬ren Bohrhaus« ist ein Salinemuseum eingerichtet. Die Rottweiler So¬le wird heute im viel besuchten Erlebnisbad »Aquasol« verwendet.
Nördlich von Rottweil windet sich der Neckar durch ein reizvolles, steilwandiges Tal. Nach 20 km erreicht man Oberndorf, wo 1811 die Königlich Württembergische Waffenfabrik gegründet wurde. Das Waffenmuseum informiert über diesen bis heute wichtigen Zweig der Oberndorfer Industrie. Sehenswert ist außerdem die ehemalige Augustinerklosterkirche (18. Jh.) mit ihrer Rokoko-Ausstattung. Weitere 27 km flussabwärts blickt das Städtchen Horb von einem schmalen Felssporn auf den Neckar hinab. Historische Gebäude, da¬runter auch das farbenprächtig bemalte Rathaus (1765), prägen das Stadtbild. Die Heilig-Kreuz-Kirche bewahrt eine sehenswerte Kalk¬steinplastik aus dem frühen 15. Jh., die »Horber Madonna«.

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Rhön

Während früher viele Menschen die Rhön verließen, lebt die Re¬gion heute zumindest teilweise vom Fremdenverkehr, vor allem die Kurorte. Dem Auge bieten sich sanfte Bergkuppen mit dichtem Laubwald und hübsche Täler mit vielen Streuobstwiesen und Rhönschafen dar. Die Kammlagen der Rhön sind kühl und windig.
Die Höhen der Rhön steigen fast genau in der Mitte Deutschlands auf und werden im Norden begrenzt von der Fulda und der Werra, im Süden von den Flüssen Sinn und Fränkische Saale. Der südliche und östliche Teil des Gebiets gehört zu Bayern, der Nordwesten zu Hessen und der nordöstliche Zipfel zu Thüringen. Zahlreiche Einzel¬berge und Bergmassive verdanken ihre Entstehung vulkanischen Durchbrüchen und Deckenergüssen. Je nach örtlicher Gegebenheit sind dadurch teils kegel-, teils plateauförmige Berge entstanden.
In der Rhön sind zwei Naturparks eingerichtet: im Nordwesten der »Naturpark Hessische Rhön« und im Südosten der »Naturpark Baye¬rische Rhön«. Rund um das Dreiländereck – Bayern, Thüringen und Hessen – ist 1991 ein größeres Ge¬biet als UNESCO-Biosphärenreservat ausgewiesen worden. Über den Naturraum Rhön informiert man sich am besten im Haus der Schwarzen Berge in Wildflecken- Oberbach.
Die Rhön besteht im Grunde ge¬nommen nur aus einem zusam¬menhängenden Gebirgsstrang: die Hohe Rhön, eine mit Gras und Mooren bedeckte Hochfläche von 700-900 m. Höchste Erhebung ist mit 950 m die Wasserkuppe, deren Hänge überwiegend kahl sind. Die sanft abfallenden, unbewaldeten Hänge der Wasserkuppe sind ein Dorado für Flugsportler. Ob Segel-, Motor-, Drachen- oder Gleitschirmflieger – alle treffen sich hier oben. Bereits 1911 unternahmen wagemutige Pioniere mit einfachen Fluggeräten die ersten Gleitflüge, 1924 wurde auf der Wasserkuppe die erste Segelflugschule der Welt eröffnet. Darüber informiert das Segelflugmuseum Wasserkuppe. Nördlich und westlich der Hohen Rhön erstreckt sich die Kuppenrhön, eine Region mit einzeln stehen¬den Basaltbergen in Kegel- oder Sargform.
Reiseziele in der Rhön
Bad Brückenau am südwestlichen Rand der Rhön im Tal der Sinn gliedert sich in das 1747 gegründete Staatsbad mit seinen drei Heil-quellen und das östlich jenseits des Kurparks gelegene Städtische Heilbad. Das Heimatmuseum dokumentiert die bäuerliche Kultur der Rhön, vor allem Flachsgewinnung und -Verarbeitung.
Weiter östlich an der Fränkischen Saale liegt Bad Neustadt. Beach¬tenswert sind die Salzburg und der zu ihren Füßen liegende Kurpark mit Wandelhalle im Stadtteil Neuhaus. Besonders bemerkenswert ist das historische Bad Neustadt mit seiner fast vollständig erhaltenen Stadtmauer, die in Herzform den Stadtkern umschließt. Die »Herz¬spitze« markiert das Wahrzeichen der Stadt, das Hohntor (um 1578). Zu den kunsthistorischen Kostbarkeiten Frankens zählt die Karmeli- tenkirche mit ihrem barocken Hauptaltar (um 1650), genauso wie ei¬ner der ältesten Kirchenbauten Deutschlands, die romanische Pfarr¬kirche im Ortsteil Brendlorenzen mit ihren Grundmauern von 741/ 742 und den wertvollen Fresken.
Bei Bad Neustadt mündet von Norden die Streu in die Fränkische Saale. Entlang des Streutals trifft man auf die typisch fränkische Kleinstadt Mellrichstadt mit doppeltem Stadtmauerring, auf den Luftkurort Ostheim mit einem Orgelbaumuseum und auf Fladungen mit Rhönmuseum und Fränkischem Freilandmuseum.
Über Bischofsheim – auch dies eine mauerumgürtete fränkische Kleinstadt – erreicht man von Bad Neustadt aus den Kreuzberg, einen jahrhundertealten Wallfahrtsort. Das Kloster wurde im 17. Jh.
gegründet; die Franziskaner verstehen sich auf das Brauen eines sehr guten Dunkelbiers, das nur hier oben ausgeschenkt wird.
Auf dem Weg von Bad Neustadt nach Bad Kissingen passiert man im Tal der Fränkischen Saale Bad Bocklet. Nicht nur der herrliche Kur¬garten mit den umstehenden Gebäuden, auch die vierspännige Post¬kutsche, die im Sommer nach Bad Kissingen fährt, ist im Biedermeierstil gehalten. Im nahen Aschach lohnt das Graf-Lux- burg-Museum einen Besuch. Die Kunstsammlungen umfassen Ba¬rockschränke, Schreibtische des Rokoko, altdeutsche Tafelbilder, Sil¬ber, Porzellan, Zinn und altchinesische Keramik.
Mittelpunkt des Kurbetriebs im bayerischen Staatsbad Bad Kissingen ist das Kurgastzentrum. An der Westseite des Kurgartens steht der Regentenbau mit Festsaal und Gesellschaftsräumen, an der Südseite die große Wandel- und Brunnenhalle, in deren Querbau die beiden
wichtigsten Trinkquellen: Rakoczy und Pandur sprudeln. Gegenüber der Wandel- und Brunnenhalle er¬streckt sich auf dem linken Ufer der Saale der Luitpoldpark mit dem Luitpoldbad und dem Luit¬pold-Casino (Spielbank), südöst¬lich davon kommt man zum Bal- linghain mit einem Terrassenfrei¬bad. In der Nähe bietet die Ruine Botenlauben, Überrest der Burg des Minnesängers Otto von Boten¬lauben (f 1245) eine schöne Aus¬sicht über die Umgebung.
Immer noch im Tal der Fränki¬schen Saale erreicht man schlie߬lich Flammeiburg, für das der Weinbau schon seit dem 8. Jh. bezeugt ist: Südlich von Hammelburg verläuft die Bocksbeutelstraße. Beachtenswerte Bauten sind Schloss Saaleck, das Kellereischloss und die katholische Pfarrkirche St. Johan-nes Baptist, eine dreischiffige Basilika mit alter Ausstattung, das Rat¬haus am Marktplatz und das Stadtmuseum Herrenmühle.

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